und zwar weil: es ist Deutschland hier. Deutsch lern' ich zwar auch erst noch, kann aber halt viel besser massig schwätzen ohne was zu sagen, wenn ich's nicht erst übersetzen muss.
Direktlink: http://www.youtube.com/watch?v=91mbT03oHYw
Satirisches Fachblatt für Transzendental Flagellation & Inner Silence of Empty Space
Am 13. Dezember 2001 meldete sich der neue Shooting-Star der amerikanischen Fernsehabendunterhaltung und Freizeitspion der CIA, Tim Osman, unter seinem Künstlernamen Osama bin Ladin erstmals zu Wort. Das mobile Fernsehstudio im Wüstensand, der amerikanisches Erdöl bedeckt, war damals noch recht improvisiert: Zum Einsatz kamen lediglich eine 3-CCD-Kamera vom Typ VX911, ein Moderatorenmikrofon mit Nierenleiden-Charakteristik und ein tragbares MAZ-Gerät mit Internet-fähigem Wählmodem. Ungeachtet der technischen Minimalausstattung konnte die Unterhaltungssendung jedoch auch schon mit modernen Errungenschaften aufwarten: So bedient sich der Hauptdarsteller der Gebärdensprache, um seinen Beitrag auch Gehörlosen nahezubringen. Bin Ladin musste in dieser Zeit noch ganz ohne Maske und Moderatoren-Outfit arbeiten.
Bereits 2002 verbesserte der Sender, der sich nun As-Sahab (dt: alter Schwede) nannte, das Format: Mit einer Frischzellenkur und einer Hormonbehandlung im US-Militärkrankenhaus in Bad Jalalabad konnte der Hauptdarsteller um gefühlte 20 Jahre verjüngt werden. Ein gefärbter Bart sollte vor allem die weiblichen Zuschauer beeindrucken. Die Ausstattung diesmal: Laptop im Nomadenzelt, tragbarer DSL-Anschluß mit Flatrate und Premiumaccount bei YouTube, Halogen-Scheinwerfer mit Kurbelantrieb (in der Wüste gibt es nur sehr wenige Steckdosen und wenn man mal eine findet, ist meist das Verlängerungskabel bis zum Set zu kurz), Kartoffelsack als Hintergrund (sog. "Potatoe-Screen" als Ersatz für einen "Blue Screen", der im Grau der Wüste seinen Zweck eh nicht erfüllt hätte) sowie ein Team von Einflüsterern.
In 2003 und 2004 war Sommerpause. Ab 2005 beteiligte sich ein US-Unternehmen, das IntelCenter, an dem Konzern As-Sahab des bin Ladin und sorgte mit einer Finanzspritze sowie einem deutschstämmigen Ersatzmoderator und Mitdenfingernfuchtler namens Bekkai Harrach für den anhaltenden Erfolg der nunmehr zur Comedy-Serie mutierten Reality-Show, die jetzt auch in Deutschland empfangen werden konnte dank der Springer-Presse, die ja bekanntlich im Staatsauftrag jeden Scheiss unbesehen glaubt und sofort unreflektiert weiterverbreitet.
Im Jahr 2006 siedelte der Wüstensender um nach Washington DC, wo der Anteilseigner IntelCenter ein vollklimatisiertes Studio unterhält, das auch über Bildmanipulatoren und Stimmen-Synthesizer neuester Generation verfügt, mit denen jeder Greis in einen ansehnlichen Knaben verwandelt werden kann. Da jedoch niemand den dermaßen aufgepeppten bin Ladin wiedererkannte, entschied man sich, ihn doch lieber wieder im Original zu zeigen.
2007 und 2008 ließ das Interesse der Öffentlichkeit an Staatsterror-Warnungen rapide nach und zog die Zuschauerquote tief nach unten, weshalb das IntelCenter entschied, der Welt modernstes Fernseh- und Aufnahmestudio einzurichten, um die ursprüngliche Beliebtheit des ehemaligen WüstenSenders wiederherzustellen.
Noch ein kleiner Tipp: Die Bilder sind chronologisch sortiert (2001 bis 2009). Falls Ihnen das mit der Bartfarbe und der Alterung etwas komisch vorkommt: uns auch!
Franz-Wilhelm Steinbeisser übt derweil noch. Steht ihm gut, der Irokesen-Schnitt.



"Verschwörungstheoretiker und andere Skeptiker haben von Beginn an gemutmaßt, die IJU sei eine Erfindung der usbekischen Behörden. Die Sauerländer können das kaum einschätzen, auszuschließen ist es nicht."Soso, "Verschwörungstheoretiker". Tja, so kann man den ehemaligen Mitarbeiter des usbekischen Geheimdienstes Ikrom Yakubov, den ehemaligen britischen Botschafter in Usbekistan Craig Murray und auch die fähigen Beamten des Baden-Württembergischen Verfassungsschutzes auch nennen. Bwahahaha.


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